NOTEN für Kenner
mit Hörbeispielen / ( etwa ab dem 3. – 4. Konservatoriumsjahrgang )
Schwierigkeitsgrad:
1 = sehr einfach, 2 = einfach, 3 = mittelschwer, 4 = schwer, 5 = sehr schwer
Bestellnummer: 10304, Durata ca. 6:30
(DIN A4, 6 Seiten, einfach)
Ingrid und Helmut Kaußler schreiben in ihrem Buch „Die Goldberg-Variationen von J. S. Bach“ über die g-moll-Variation Nr. 25, es sei „ein in großem Bogen geführter schwebender, schmerzlicher Verzicht. […] Es ist eine jener Kompositionen Bachs, wo eine Melodiestimme zum sprechenden, singenden Individuum wird, ein Ich in der Weite und Einsamkeit des Schmerzes, ohne den es keine Läuterung zu höheren Stufen gibt“.
Aus einer ähnlichen Stimmung heraus wurde wohl auch die Arietta für Violine solo komponiert.
Bestellnummer: 19502, Durata ca. 6:00
(DIN A4, 28 S. schwer)
Eine Entladung der Seelenqual über den fortwährenden Kriegeswahn von „Homo sapiens“.
Der Titel wurde erst der fertigen, in weiten Teilen polyphonen Komposition zugefügt, da sich die Behandlung des Hauptthemas auf alte kontrapunktische Praktiken („cantus firmus“) bezieht und stützt (1995).
Bestellnummer: 19501, Durata ca. 8:40
(DIN A4, 16 S., schwer)
Zarte Auseinandersetzungen mit diversen musikalischen Phänomenen – Auflösung der Motorik im Rahmen eines metrischen Stereotyps (Quasi una fantasia); Strukturverschiebung als Formelement (Quasi una marcia); moderne Kantilene (Quasi una canzone). Eine Herausforderung vor allem für die angehenden Konzertgitarristen (1994).
Bestellnummer: 19301, Durata ca. 7:30
(DIN A4 quer, 12 S., schwer)
Die 1993 entstandene Komposition für große Kirchenorgel setzt sich – dem Naturell dieser Königin der Instrumente entsprechend – mit tiefsten existentiellen Fragen auseinander.
Das demütige Staunen über das undurchschaubare Geheimnis der Schöpfung, leise Ironie über die unaufhörliche Geschäftigkeit der menschlichen Ameisen und die schaudernde Ansicht der eisigen Tiefen des Alls werden nebeneinander gestellt; der Blick streift wieder zurück, die Menschen mühen sich immer noch ab, blind und emsig, und es scheint, als ob der allmächtige Schöpfer in einer Klangkumulation der Schlusspassacaglia einen Bruchteil seiner ewigen und erhabenen Herrlichkeit zeigen möchte.
Bestellnummer: 10302, Durata ca. 12:00
(DIN A4, 16 S., mittelschwer)
Auf dem formalen Grundriss der barocken Sonata da camera (schnell-langsam-schnell) entstand im Sommer 2003 ein Auftragswerk zum lustvollen Musizieren. Etwas trotzig der erste Satz, sehr melancholisch der zweite, lustig und betulich heiter der dritte. Der Begleiter am Klavier sollte gut sein!
Bestellnummer: 19504, Durata ca. 17:30
(DIN A4, 16 S., sehr schwer)
Geeignet für Blockflöten-Ensembles.
Bestellnummer: 19401, Durata ca. 7:20
(DIN A4 mit Extrastimmen für Wald-, Tenor- und Flügelhorn, 24 S., schwer)
Auf dem formalen Grundriss der Sonata da Chiesa durchgeführte Entwicklung der Dialoge zweier Gestalten – vom anfänglichen Aneinandervorbeireden, über gegenseitiges Gespött, Trauer über gegenseitig zugefügtes Unheil, bis zum energischen Aufbruch zur Eintrachtsuche (1994).








